Krankheit als Grund für Trägheit in der Meditation

Das nächste, was man anschauen sollte, wäre Krankheit. Wenn jemand sagt, er ist seit einiger Zeit in der Meditation immer so schläfrig und er weiß nicht, was er vielleicht so alles falsch macht in seinem Leben oder die Meditation stimmt nicht mehr richtig, dann kann man auch erst überprüfen, „Bist du körperlich gesund?“ Es gibt eine Reihe von körperlichen Problemen, die einen müde machen können in der Meditation. Dazu kann gehören, zu niedriger Blutdruck. Manche Menschen haben einen niedrigen Blutdruck, der eine Weile kein Problem war, aber irgendwann einmal stärker wird. Eigentlich das unproblematischste Problem. Denn zu niedriger Blutdruck hat ja einen Vorteil, welchen? Mensch lebt länger. Mit niedrigem Blutdruck lebt man sogar – soweit ich das mal gelesen habe – länger, als wenn man einen normalen Blutdruck hat. Man lebt vielleicht auch noch ein bisschen gemütlicher. Bei einem zu niedrigem Blutdruck als Grundlage von schläfriger Meditation, muss man halt vorher irgendwas machen, um den Blutkreislauf in Gang zu bringen. Agni Sara oder eiskaltes Unterarmbad oder erst warmes Wasser, heißes Wasser darüber laufen lassen, dann kaltes oder kaltes Wasser ins Gesicht oder zwölf Sonnengebete oder zwei Runden Kapalabhati oder Hüpfen auf der Stelle oder irgendetwas, was den Kreislauf in Gang bringt. Dann kann es aber auch sein, Zuckerproblem, Unterzuckerung oder Zuckerschwankungen. Das kann auch Menschen müde machen. Und wenn jemand sagt, dass er seit ein paar Monaten immer müde ist, sollte man das unbedingt überprüfen. Und es kann dann sogar sein, dass es gerade hilft, dass man meditiert, denn es stört einen ja und dann geht man vielleicht zum Arzt und kann dann frühzeitig ein Zuckerproblem erkennen und da kann man vielleicht noch mit Lebensstiländerung etwas bewirken, bevor man Insulinabhängig ist. Und manchen Menschen hilft es, wenn sie wissen, „Ich habe ein Zuckerproblem und jetzt müsste ich halt meine yogische Gemütlichkeit aufgeben und jeden Tag flott spazieren gehen und müsste auch die wunderbaren vegetarischen Köstlichkeiten etwas umstellen, um Gewicht zu verlieren und dann könnte das Zuckerproblem allein durch diese beiden Dinge behoben werden.“ Und falls das nicht mehr behebbar ist, dann kann es helfen, rechtzeitig irgendwelche Tabletten zu nehmen, bevor Gefäße geschädigt sind. Das ist dann eben von Vorteil, dass man das als Müdigkeit erst merkt. Ein weiteres Problem, was mit Müdigkeit zusammenhängen kann, können Schilddrüsenprobleme sein, wenn man z.B.  Schilddrüsenunterfunktion hat. Oder, was ja in den letzten zehn Jahren immer mehr steigt, sind ja die Autoimmunkrankheiten, Selbstentzündungen des Körpers, wozu Rheuma gehört, wozu aber auch Reizdarm gehört, wozu Hashimoto gehört, also die Selbstzerstörung der Schilddrüse des Körpers. Wo es erst zur Schilddrüsenüberfunktion, dann zur Schilddrüsenüber- und Unterfunktion kommt und die rutscht irgendwann in die Schilddrüsenunterfunktion und dann kann ein Mensch sein ganzes Leben in Frage stellen und alles probieren umzuändern und es bräuchte nur eine kleine weiße oder gelbe Tablette, das könnte die Probleme wieder beheben. Dann gibt es auch Darmflorastörungen. Wer z.B. feststellt, er ist immer müde und wenn man nachhakt, ab wann, „Ja, ich hatte irgendwann mal so eine Nierenbeckenentzündung und dafür habe ich Antibiotika genommen und seitdem bin ich ständig müde.“ Und dann ist halt die Darmflora gestört. Und eine Darmflorastörung kann dann zu Müdigkeit führen. Sei es, dass es zur Hefepilzinfektion kommt im Darm und deshalb das Ganze nicht richtig absorbiert wird. Sei es, dass einfach die guten Bakterien fehlen. Sei es, dass in sonstigen Teilen des Körpers immer wieder Infektionen auftreten. Und auch das ist relativ einfach behebbar. Muss man halt Sauerkrautsaft und Brottrunk zu sich nehmen, auf Zucker und Süßes verzichten, auch auf Honig und süße Früchte und auch Kohlenhydrate stark reduzieren. Das reicht dann aus. Oder man kann auch noch irgendwelche Medikamente dazu nehmen, welche den Hefepilz im Darmtrakt abtöten. Das sind relativ einfache Sachen, die man machen kann. Natürlich, es braucht eine gewisse Disziplin. Es ist auch nachweisbar über einen Stuhltest z.B. Es gibt natürlich noch schwerere Krankheiten, die lebensbedrohend sein können, die sich erst in Müdigkeit zeigen und deshalb sollte man diese physischen Dinge durchaus abklären lassen und dann kann man Müdigkeit eben darauf zurückführen.
– Fortsetzung dieser Meditation Vorträgsreihe folgt in ein paar Tagen-
69 . Teil. Mitschnitte aus einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz über Meditation.

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