Glückspodcast: Karma und Karma Yoga

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gluecklich-sein-300Glück kommt, indem du das annimmst, was geschehen soll. Erkenne: Was auch immer kommt, geschieht, damit du davon lernst. Dies ist der zweite Teil der Vortragsreihe „Enthusiastisch und verhaftungslos leben“ mit Sukadev Bretz von Yoga Vidya.

Glück durch Enthusiasmus – neue Vortragsreihe im Glücks-Podcast

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gluecklich-sein-300Heute beginnt eine neue Reihe in diesem Glücks-Podcast: Eine Vortragsreihe zum Thema: Wie kann man enthusiastisch und verhaftungslos zugleich leben? Diese Reihe stammt aus dem Partner Kanal „Yoga Vidya Satsang Podcast“ Ein Mitschnitt eines Seminars bei Yoga Vidya Bad Meinberg „Enthusiastisch und verhaftungslos leben“. Der Einführungsvortrag des Seminaras wurde übersprungen, weil es da eine längere Vorstellungsrunde gab. Leider ist während der ersten Minuten die Soundqualität nicht so gut. Bitte entschuldige das und sei geduldig: Denn danach wird die Soundqualität ausgezeichnet. Thema dieses ersten Vortrags: Nimm dein Karma an und gestalte dein Leben.

Erleuchtete Meister

Ein Teilnehmerin hat gerade gesagt, „Buddhisten sagen, vor der Erleuchtung Holz hacken und nach der Erleuchtung Holz hacken.“
Ich habe aber jetzt noch gesagt, also erst Holz hacken, kleine Erleuchtung, dann weiter Holz hacken, dann kommt die große Erleuchtung. Und wenn wir die große Erleuchtung haben, dann können wir ganz entspannt und enthusiastisch Holz hacken. Als Jivanmukta gibt es keine Probleme mehr, behaupten mindestens die Schriften. Aber vorher kommt manchmal Segen und Gnade, um uns zu erinnern und dann müssen wir einiges tun. So ähnlich hat es mal der Ramakrishna dem Vivekananda gesagt. Ramakrishna hat dem Vivekananda verholfen zu einer Samadhi-Erfahrung. Und dann hat er ihm gesagt, „Jetzt werde ich den Schlüssel für Nirvikalpa Samadhi verschließen. Den kriegst du erst, wenn du deine Aufgabe auf dieser Erde erledigt hast. Und wenn du die erledigt hast, dann kannst du in Nirvikalpa Samadhi gehen. Und sowie du weißt, wer du wirklich bist, vollständig, dann wirst du nicht mehr lange auf dieser Erde sein. So wird dein Karma sein.“ Das gibt es ja auch anders. Es gibt ja auch Meister, wie z.B. Ramakrishna oder Swami Sivananda, die nach ihrer Erleuchtung noch Jahrzehnte weiter gelebt haben im physischen Körper. Oder Ananada Mayi Ma oder andere. Aber bei Vivekananda sagt eben Ramakrishna, „Sowie du das weißt, dann ist auch dein Karma zu Ende.“ Und so, manche der Schüler von Swami Vivekananda, die das irgendwo mitgekriegt hatten von anderen engen Schülern von Ramakrishna, haben ihn manchmal so scherzhaft gefragt, „Und, weißt du inzwischen, wer du wirklich bist?“ Und dann hat er immer „nein“ gesagt und eines Tages hat er „yes“ gesagt. Und dann wurde es still. Ein paar Tage später hat er seinen Körper verlassen. Aber bevor ihr jetzt Angst bekommt vor der Erleuchtung, wie gesagt, es gibt Meister wie Ramana Maharishi oder Swami Sivananda, die dann auch noch nach der Erleuchtung viele Jahrzehnte im Körper geblieben sind, voller Liebe, voller Freude, voller Unendlichkeit und die dieses Doppelbewusstsein gelebt haben, Unendlichkeit und in der Beschränktheit.

 
Letzte Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya.

Hari Om Tat Sat

Übergang in Samadhi

Und dann ist man irgendwo in einem glückseligen Raum, in einer glückseligen Weite und dann kann man weiter geführt werden und dann kann es passieren, dass plötzlich diese konkrete Gestalt aufgelöst ist. Und eigentlich, solange man sieht, ist es ja noch nicht Samadhi, aber es ist Dhyana, aber es wäre schon eine spirituelle Erfahrung. Aber dann, wenn dieses Sehen aufhört und man sich einfach in dieser göttlichen Geborgenheit aufgehoben fühlt, in Liebe, Freude, Ausdehnung, Unendlichkeit, dann sind es die ersten Samadhistufen. Wenn natürlich dann jegliche Form von konkreter Wahrnehmung und Bezug auf sich selbst verschwindet, das ist dann Nirvikalpa Samadhi. Es kann auch geschehen einfach über den Klang des Mantras, als ein anderes Beispiel. Erst wiederholt man das Mantra, der Geist schweift ab, dann wiederholt man das Mantra und ist konzentriert. Plötzlich, das Mantra wiederholt sich. Nicht, man meditiert und wiederholt das Mantra, sondern es geschieht und wir sind nur ergriffen von dieser Schwingung, dieser göttlichen Schwingung. Und dann irgendwann hören die Worte auf und man ist nur noch diese Schwingung. Und diese Schwingung ist ohne Grenzen und ohne Zeit, ohne Raum. Und auch dann sind wir in Dhyana oder vielleicht sogar in einem niederen Samadhi-Zustand. Oder in einer abstrakten Meditationstechnik. Wir fragen, „Wer bin ich?“ Man beginnt vielleicht mit dieser Vicharana-Technik, Subjekt-Objekt, „Ich bin nicht das Beobachtbare. Ich bin der Beobachter.“ Wir spüren den Körper, „Ich bin nicht der Körper. Wer bin ich, der diesen Körper spürt?“ „Ich bin nicht die Gedanken. Ich beobachte die Gedanken. Wer bin ich, der ich die Gedanken beobachte?“ Und so kommen dann diese Fragen und dann kommt ein Gefühl auf. Und plötzlich ist nicht mehr die Frage, „Bin ich das, bin ich jenes?“, sondern es bleibt nur noch, „Ich bin.“ Und dann verschwindet sogar das Ich, es ist nur noch „bin, sein“ und dann sind wir wieder verbunden mit dem Unendlichen. Wir können sagen, eine spirituelle Erfahrung kann sich auf verschiedene Weise manifestieren und sie kann auch auf verschiedene Weise kommen und sie kann verschiedene Vorboten haben. Immer gemein ist, sie geht auf Satchidananda hinaus. Sat heißt Sein und zwar absolutes Sein. Es heißt, unsere Seins-Erfahrung wächst und expandiert und ist auch nicht mehr begrenzt durch Zeit und Raum, deshalb absolutes Sein. Momentan haben wir auch ein gewisses Seinsgefühl. Wir sind beschränkt, fünfzig Zentimeter breit, zwanzig Zentimeter tief und 1,74 Meter hoch und so haben wir ein Gefühl, „Das bin ich.“ Relativ beschränkt in Zeit und Raum. Vor zwanzig Jahren sah es irgendwie anders aus, vor allem auf dem Haupt. In zwanzig Jahren sieht es noch mal anders aus. Und in zweihundert Jahren sieht dieser Körper vermutlich gar nicht mehr aus. Also ein recht beschränktes Sein. Außerdem, jetzt spreche ich über Meditation, dann anschließend schlafe ich, dazwischen, was weiß ich. Verschiedene Dinge sind dort. So ist es jetzt also eine in Zeit und Raum begrenzte Erfahrung. Die Erfahrung von Sat geht jenseits von Begrenzung. Wir verlieren die Identifikation mit Körper, Persönlichkeit usw. Es ist ein reines Sein. Und es ist auch nicht mehr die Frage von Zeit, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. In dem Moment, wo wir drin sind, haben wir nicht mehr das Gefühl, „Jetzt habe ich es erreicht. Endlich nach so vielen Anstrengungen.“ Nein. In dem Moment, wo wir da sind, ist es so, als ob das immer schon so war, so ist und immer sein wird. Und wir wissen, wir können den Zustand niemals verlieren. Auch wenn wir nachher wieder zurückkehren müssen in den schnöden Körperzustand, wo nachher die Knie wieder beim Meditieren vielleicht sehr spürbar sind und nachher Menschen einen wieder schimpfen werden und kritisieren werden usw. Und wo man vielleicht das sogar etwas zu ernst nimmt. Nur, einmal in einer solchen Erfahrung gewesen zu sein, Dhyana oder die ersten Samadhi-Stufen, es hinterlässt dauerhafte Spuren in einem. Die Erinnerung bleibt. Egal, was in dieser relativen Welt ist, die vielleicht eine Traumwelt ist, ich weiß, „Eigentlich meine wahre Natur ist unendliches Sein.“ Es gibt ja auch dieses schöne englische Lied, „One fine morning, when my work is over, gonna fly away home. Fly away home to my soul, fly away home. – Eines Tages, wenn meine Aufgaben vorbei sind, dann fliege ich zurück zu meiner wahren Natur, nach Hause, meiner Seele.“ Und es hilft, sich bewusst zu sein, was das Zuhause ist, was die Seele ist. Manchmal fühlt man sich dann wie in Verbannung. Manchmal fühlt man sich wie, man ist auf eine Mission geschickt worden irgendwo. Und manchmal weiß man aber auch schon mehr, eigentlich ist es alles Lila, alle anderen sind auch auf die Mission geschickt worden. Und eigentlich ist es verrückt, Gott schickt sich selbst, verkleidet sich in Tausend Gestalten, damit man gegeneinander eine Mission erfüllt. Verrückt, oder? Wenn man das erkennt, dann ist es wiederum schön und angenehm.

– Fortsetzung dieser Meditation Vorträgsreihe folgt in ein paar Tagen-
131. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Spirituelle Leere in der Meditation

Man verliert das Körperbewusstsein, man spürt keinen Körper mehr, man sieht nichts, man hört nichts, es ist auch kein emotionales Gefühl da. Es ist eine Erfahrung von Verbundenheit, von Weite, von Unendlichkeit. Das sind jetzt doch einige Worte, aber es ist jetzt nicht so einfach, darüber zu sprechen. Es gibt dann spirituelle Erfahrungen, wo so ein Zwischenzustand ist. Man verliert plötzlich das Körpergefühl, man hat aber noch nicht dieses Gefühl von Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit, und das wird manchmal auch wie die schwarze Nacht der Seele bezeichnet. Man ist dann irgendwo im Niemandsland. Man weiß, „Ich bin nicht der Körper.“, man weiß, „Ich bin nicht das Ego.“, aber man hat auch noch nicht dieses Gespür der Unendlichkeit. Es ist dazwischen. Was man in diesem Fall gut machen kann, ist eben sein Mantra wiederholen und an seinen Meister, seine Meisterin zu denken oder auch ein Gebet sprechen. Zwar ist man damit auch sofort wieder in irgendeinem Gegenständlichen drin, aber in dem Moment, wo man irgendwie so leichte Angst hat, ist man sowieso aus der spirituellen Erfahrung an sich schon etwas draußen. Und dann, in dem Moment wiederholt man eben sein Mantra und das kann einem noch mal Vertrauen geben, kann wieder das Bewusstsein erheben und vielleicht kann man dann nochmals in diese Erfahrung von Weite und Unendlichkeit gehen. Genauso kann die Erfahrung auch über eine persönliche Gotteserfahrung kommen. Man meditiert, plötzlich wird die Konzentration stärker, plötzlich spürt man sich weit und plötzlich sieht man vielleicht Shiva, vielleicht Sivananda, vielleicht Jesus und ohne dass dort jetzt eine genaue Kommunikation da ist, man spürt nur einfach und es ist diese unendliche Wonne da.

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130. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Engel und Naturwesen

Die Engelserfahrung, Deva-Erfahrung, ist letztlich eine der spirituellen Erfahrungen, die wir machen können, wo wir auch typischerweise weggehen von unserem Ego, da ist auch keine Frage von Angst, es ist vielmehr eine Frage von Verbundenheit, von Weite, von Dankbarkeit, von Liebe. Und wenn wir eine solche Erfahrung hatten, sind wir auch typischerweise erfüllt von dieser Kraft, oft wochenlang, mindestens ein paar Tage lang. Manchmal wird es uns dann wieder schmerzvoll bewusst, jetzt sind wir wieder in dieser schnöden, kalten Welt und diese schöne Verbindung, die wir mal hatten, ist irgendwo nicht mehr da. Sie kommt aber wieder. Und aus dieser Kraft aus dieser Erfahrung können wir sehr viel schöpfen. Andere spirituelle Erfahrungen – es gibt die Devas, es gibt die Pretas, es gibt natürlich auch Zwischenwesen, es gibt verschiedene Naturgeister und Wesen, mit denen man auch Kontakt aufnehmen kann. Und die sind so hier in der Gegend an manchen Stellen relativ gut spürbar. Auch im Silvaticum gibt es so einige Stellen, wo einige Astralwesen da sind und die man auch spüren kann, mit denen man in Kontakt treten kann. Manche der älteren Bäume sind irgendwelche starken Astralwesen, die damit verbunden sind. Oder wer mal im Leistruper-Wald war, zu den Opfersteinen hin, da gibt es bestimmte Dinge, die eine sehr leichte Energie haben. Dann, wenn man zur Velmerstot geht, da gibt es auch manche Stellen, wo besonders viele und spürbare Naturgeister sind. Oder wer schon mal im Haus Yoga Vidya Westerwald war, es gibt dort eine Biegung des Baches, wo eine starke Energie ist oder auf einem der Berge oder Hügel, wenn man dort oben ist, kann man es spüren. Das ist dann so eine Mischung. Es sind nicht wirklich Pretas, es sind nicht wirklich Devas, im Sinne von höheren Astralwesen, es sind Naturgeister und so ist es irgendwo eine Zwischenerfahrung. Und es ist eine schöne Sache, gegenüber allen Naturwesen auch eine Erfahrung von Verbundenheit, von Respekt, Ehrerbietung zu haben, wobei auch hier wiederum die Yogameister raten würden, nicht zu sehr mit ihnen zu kommunizieren, vielleicht sie spüren und ihnen dankbar zu sein und so mit dieser Einstellung mit ihnen zusammen zu sein, aber sie jetzt nicht um Rat zu fragen. Und wenn man dann von Astralwesen oder Naturgeistern Rat bekommt, nicht immer dort befolgen. Andere spirituelle Erfahrungen, die kommen können, sind natürlich schwierig in Worte zu fassen. Und da habe ich immer Schwierigkeiten, auch da tatsächlich darüber zu sprechen. Da ist für mich das gültig, was du ja mal gesagt hattest, „Wenn man jetzt über Erfahrungen spricht, zerredet man sie nicht?“ Und gerade, wenn man über Erfahrungen spricht, wo man das Körperbewusstsein verloren hat, aber eben nicht in einer Astralerfahrung ist, man sieht sich von oben oder man spürt irgendwelche Pretas, sondern es geht weiter.

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129. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Umgang mit Verstorbenen

Die Frage war, angenommen, jemand ist vor kurzem gestorben und man sieht oder spürt ihn oder sie. Da würde man auch sagen, die sind jetzt auf einer erdnahen Ebene und die bleiben typischerweise noch so etwa drei Tage in der erdnahen Ebene und dann kann man ihnen Licht schicken und in höhere Ebenen Lichtkraft hinschicken. Wenn es ein naher Verwandter ist, also da würde ich sogar sagen, das ist unsere Aufgabe dann. Angenommen, Mutter, Vater, Bruder, Onkel stirbt, die suchen typischerweise die Gegenwart von jemanden, der meditiert. Dann geben wir Energie und dann mag sein, dass man sich so ein bisschen ausgesaugt, ausgelaugt fühlt und dann meditiert man ein bisschen mehr und macht ein bisschen mehr Pranayama und dann kennt man ja die Techniken, um sich wieder aufzuladen. Diesen Liebesdienst sollte man als spiritueller Aspirant für diejenigen machen, die in der engeren oder weiteren Verwandtschaft sterben und so ein bisschen Hilfe brauchen. Da will ich jetzt aber nicht zu weit darüber sprechen. Ich bin ja dabei, ein Buch über Reinkarnation und Karma zu schreiben, das wird sicherlich nächstes Jahr irgendwann veröffentlicht werden, dieses Jahr vermutlich nicht mehr. Es gibt auch eine Hörreihe über Karma und Reinkarnation, www.blog.yoga-vidya.de. Und dann in der Blogsuche eingeben das Wort „Reinkarnation“ und dann müsst ihr nur weit genug runterblättern und da gibt es vier verschiedene Vorträge zu diesem Thema, wo das relativ ausführlich beschrieben wird. Oder ihr wartet halt noch ein Dreivierteljahr, bis es das Buch hoffentlich gibt.

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125. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Astralwesen und Geister

Das bringt aber gewisse Gefahren mit sich, denn irgendwann sehen wir tatsächlich andere Astralwesen und wenn wir dann die Astralwesen sehen, dann fangen wir an, uns zu unterhalten und dann kommen wir irgendwo zu sehr mit denen in Kontakt. Und die Astralwesen, die wir zunächst sehen – gut, das können Naturgeister sein, das wäre nichts Schlechtes. Das kann ganz schön sein. Aber selbst die sind ja Naturgeister, weil sie nicht auf höheren Bewusstseinsebenen sind. Sie sind auf einer erdnahen Ebene. Sie können uns also nicht helfen, in die höchsten Ebenen hineinzugehen. Aber was etwas komplizierter ist, sind die so genannten erdgebundenen Geister. Und erdgebundene Geister waren in einem früheren Leben mal verkörpert und sie sind gestorben und oft haben sie einen plötzlichen Tod gehabt, plus eine starke Verhaftung an die physische Welt, konnten sich also nicht erheben in die höheren Welten und sind deshalb erdnah. Und wenn jetzt jemand in Kontakt mit ihnen kommt, dann wollen die von dem erstens Prana, Lebensenergie, denn auf dieser erdnahen Ebene können sie schlecht Energie sammeln, aber sie brauchen Energie und dann können sie einem die Energie wegsaugen. Die werden manchmal auch hungrige Geister genannt. Sie werden manchmal eben auch als Vampire bezeichnet. Also Vampire sind natürlich jetzt keine Wesen, die dort mit langen Zähnen irgendwo die Halsschlagader öffnen und einem das Blut aussaugen, sondern dieser Mythos der Vampire bezieht sich eben auf Feinstoffwesen, welche Energie absaugen können, wenn man sich zu sehr auf sie einlässt. Übrigens, da gibt es auch den Mythos, dass Knoblauch die Vampire fernhält. Das muss man so verstehen, Knoblauch ist etwas, was das Bewusstsein grobstofflich macht und wenn man das Bewusstsein grobstofflicher macht, dann spürt man diese erdnahen Geister nicht mehr und dann fühlt man sie nicht mehr, weshalb Yogis normalerweise keinen Knoblauch zu sich nehmen. Aber angenommen, jemand will es schlagartig vermeiden, dann ist eine mit Knoblauch gewürzte Zwiebelsuppe, vielleicht noch mit Pilzen dabei, ein schnelles und effektives Mittel. Also nicht, dass ich euch das raten würde, aber es hilft manchmal zu wissen, notfalls hätte ich ein Mittel, jegliche Feinstofferfahrungen mit einem Schlag abzuwürgen. Also, man sollte sich da nicht zu sehr darauf einlassen. Man muss auch keine Angst davor zu haben. Wenn wir uns nicht bewusst darauf einlassen, dann kann uns auch niemand etwas machen. Wenn wir sie sehen, wir können ihnen „Om Namah Shivaya“ sagen und alles Gute wünschen. Man kann ein paar Mal Licht hinschicken, man kann „Om Tryambakam“ sagen. Man könnte in dem Raum ein Arati machen, um dort Licht zu geben oder eben das „Om Tryambakam“ sagen, dass vielleicht diese Wesen Kraft bekommen, um in die nächste Ebene hineinzukommen. Aber es ist nicht nötig, dass wir die jetzt unbedingt loswerden. Und erinnert euch, was ich heute Morgen über Sensibilität gesagt habe, und wenn ihr dort ein Astralwesen wahrnehmt, ist es nicht eure Aufgabe, das wirklich in die höhere Ebene hinein zu heben. Man kann es probieren, aber es ist jetzt nicht euer Hauptberuf und eure Berufung und noch ist es möglich, bevor diese Wesen dafür bereit sind. Ich hatte mal jemanden, der seit vielen Jahren Astralwesen sieht und er ist zu vielen Menschen hingegangen, zu spirituellen Beratern, die haben ihm alle gesagt, er muss irgendwas tun, dass diese Wesen dort erlöst werden und ansonsten müsse er aufpassen, er darf nicht in einem Zimmer sein, wo die auch sind und er wurde eigentlich immer verängstigter. Aber es war jetzt nicht so, dass er irgendwie eine Psychose hatte oder schizophren war, ansonsten war der so ganz normal. Und da habe ich ihm nur gesagt, „Du brauchst ja gar nichts zu machen. Angenommen, du wohnst in einer Großstadt, da sind auch Tausend Leute, die an dir vorbeigehen. Du musst deshalb nicht jedem, dem es schlecht geht, probieren, dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht.  Du siehst jetzt eine ganze Menge, wenn du willst, kannst du ihnen guten Tag, guten Morgen und guten Abend und gute Nacht wünschen. Und dann sind sie halt da, so wie Pflanzen sind da, Vögel sind da, die Nachbarn sind da, Autos fahren vorbei und ein paar Feinstoffwesen mögen auch da sein. Der eine braucht den anderen nicht zu behindern und wir können uns einfach alles Gute wünschen.“ Auch noch etwas. Wenn wir jetzt in Kontakt kommen mit Feinstoffwesen, dass kann in Verbindung sein mit der out of body Erfahrung, also eine Astralreise, es kann aber auch in Verbindung stehen, auch ohne das. Man kann plötzlich ein Wesen spüren, man spürt, „Da ist jemand vor mir.“ Man kann es vielleicht sogar hören, „Aus dieser Richtung kommt etwas.“ Man kann fühlen, als ob da wie ein kühler Hauch oder etwas anderes kommt. Und manchmal kann man ein solches Wesen auch sehen. Ich kann ja gerade mal fragen. Wer von euch hat so das Gefühl, dass er schon mal so ein Astralwesen gesehen, gehört oder gespürt hat? Immerhin so ein Drittel der Anwesenden hier. Hier gilt eigentlich auch wieder, was ich vorher schon gesagt hatte. Wir können Licht schicken, wir können „Om Tryambakam“ sagen, man kann sein Mantra wiederholen und das führt dazu, dass kein Wesen sich uns zu stark nähern kann und wir können ein bisschen Licht schicken. Es liegt aber nicht in unserer Verantwortung – wie ich schon gesagt habe – dieses Wesen zu erlösen, in eine höhere Ebene hinzubringen. Wir können ein bisschen was machen, aber ansonsten leben wir und die Wesen mögen auch da sein oder auch nicht, das ist relativ unerheblich. Viele Menschen, die hier in diesen Raum gehen, die spüren auch, dass da sowohl höhere Energien sind, wie auch manchmal andere Energien. Manche denken, dass seien negative Energien. Das sind keine negativen Energien, sondern letztlich, erdgebundene Wesen werden angezogen von einem solchen Lichtfeld. Die kommen dann auch hierher und die spüren dann diese Lichtenergie und manche steigen dann beim Arati auf in höhere Welten. Das ist so wie ein Übergangsraum hier. Und da braucht man eigentlich nichts besonderes zu machen, man braucht sich nicht besonders darum zu kümmern, es passiert einfach. Und genauso auch, ihr selbst bräuchtet dort nichts zu machen. Während ihr meditiert entsteht Energie und wenn das jemanden der Anwesenden, die für die meisten unsichtbar sind, hilft, umso besser und wenn es ihm noch nicht hilft, dann ist es auch o.k.

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124. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Astralreise – Verlassen des Körpers

Heute Morgen hatte ich gesprochen über die einfacheren Astralerfahrungen, die man machen kann, wie z.B. eben visuelle Erfahrungen oder auditive, kinnästhetisches Wahrnehmen von Energien, von Auras, von Lichterscheinungen. Es kann aber noch weiter gehen, als nur einfach etwas zu spüren und Licht zu sehen und etwas zu fühlen oder Anahata-Klänge zu hören. Und das kann manchmal dann auch Menschen entweder verwirren oder auch irgendwo sie zu Fragen bringen. Es gibt z.B. die Möglichkeit, dass man eine Erfahrung jenseits des physischen Körpers macht. Eine so genannte OOB-Erfahrung, die so genannte „out of body experience„, wie es so schön heißt. Das sind dann die Astralerfahrungen. OOB, „out of body experience“, heißt, wir verlieren das Körperbewusstsein und das kann z.B. so beginnen, dass man dort sitzt und dann spürt man erst die Füße nicht, die Beine nicht, dann spürt man den Bauch nicht mehr, dann hat man das Gefühl, man kann die Hände nicht mehr bewegen und dann plötzlich spürt man sich außerhalb seines Körpers. Es kann sein, dass man einfach sich fühlt, als ob man jetzt nach oben frei schwebt. Es kann sein, dass man nach unten guckt und sieht seinen eigenen Körper unten und vielleicht die anderen im Raum auch. Es kann sein, dass man sich irgendwo sehr erhaben nach oben geschleudert fühlt. Ich kann ja mal fragen. Wer von euch hat schon mal so eine Erfahrung gehabt? Gar nicht mal so selten. Und wenn das geschieht, gibt es im Wesentlichen zwei Ratschläge. Das eine ist, dankbar zu sein und das zweite ist, einfach meditieren mit der bisherigen Technik. Und ob wir jetzt auf dem Boden sitzen oder in der Luft schweben, wir können weiter unser Mantra wiederholen.

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122. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Astrale und spirituelle Erfahrungen in der Meditation

Ich wollte heute Abend weiter sprechen über Astralerfahrungen in der Meditation und über spirituelle Erfahrungen in der Meditation.
Wenn wir regelmäßig meditieren, dann geschieht es, dass wir Kontakt finden zu subtileren Wirklichkeiten, zu höheren Wirklichkeiten. Schließlich ist ja das Ziel der Meditation, irgendwann jegliche Identifikationen zu überwinden und zu erkennen, „Ich bin nicht beschränkt auf diesen Körper. Ich bin nicht beschränkt auf diese Persönlichkeit. Ich bin nicht beschränkt auf Denken und Fühlen. Ich bin das unsterbliche Selbst, das Ewige, Unveränderliche, das Absolute.“ Und der Unterschied zwischen Astralerfahrungen und spirituellen Erfahrungen ist, dass bei Astralerfahrungen das Ego und die Identifikation eine wichtige Rolle spielen und dass wir das, was wir erfahren, sehr stark auf uns selbst beziehen und auch  das, was wir erfahren, letztlich erfahrbar ist in Zeit, Raum und auch in Bezug auf uns selbst und in den fünf Sinnen. Währenddessen spirituelle Erfahrungen gehen jenseits von Zeit und Raum und sie gehen jenseits des Egos, sie gehen jenseits der Identifikationen und öffnen uns so zu einer wirklich tiefen Wirklichkeit.

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121. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Feinfühligkeit durch Meditation

Manche Menschen entwickeln durch Meditation Feinfühligkeit. Man kann etwas spüren und die Energie fühlen. Und ich glaube, das ist ein Phänomen, dass viele Menschen, die meditieren, irgendwo feinstofflichere Wahrnehmung bekommen. Das kann auch manchmal für Menschen zu einer Schwierigkeit werden, wenn dieses feinstoffliche Wahrnehmungsvermögen sich entwickelt. Ich kann ja mal fragen. Wer von euch hat den Eindruck, dass er, seitdem er Meditation und/oder Yoga übt, irgendwo sensibler geworden ist? Und wer von euch empfindet das nicht nur als angenehm? Also, neunzig Prozent haben sich sensibler gefühlt und knapp die Hälfte von denen, die fühlen, dass sie etwas sensibler geworden sind, empfinden das nicht nur als angenehm. Und dort hilft es, wenn man zwei Dinge weiß, wie man damit umgeht. Das erste ist, wir sollten das, was wir spüren, nicht auf uns selbst zu sehr beziehen. Und zweitens, wir müssen auch nicht darauf reagieren. Ich will dort gerade eine Analogie nehmen. Es gab mal eine Forschung bei Menschen, die irgendwann in der Jugend erblindet sind oder im Erwachsenenalter, die mehrere Jahre als Blinde gelebt haben und dann durch eine moderne Operation wieder sehend geworden sind. Und da hat man auch festgestellt, dass die Selbstmordrate gestiegen ist, eigenartigerweise. Und viele sind in den ersten Wochen oder Monaten in eine psychische Krise geraten. Und da hat man herausfinden wollen, warum. Und das ist durchaus eine ähnliche Sache, wenn man ein sensibleres Wahrnehmungsvermögen bekommt. Wenn man nichts sieht, dann hört man nur logischerweise und man hört nur die, die was sagen, die anderen hört man nicht. Angenommen, ich würde bisher nichts sehen und jetzt würde ich sehen, da sehe ich plötzlich, es gibt ein paar, die haben so die Hand unter dem Kinn, manche liegen dort halb. Vorher war ich mir vielleicht gar nicht bewusst. Das einzige, was ich höre, wenn Leute mir Fragen stellen, dass sie offensichtlich interessiert sind. Denn wer so ein bisschen schläfrig ist, der stellt keine Fragen. Wenn ich jetzt plötzlich sehe, dann könnte ich das jetzt auf mich beziehen. „Oh, wie schlecht muss mein Vortrag sein, dass unter siebzig Anwesenden zwei offensichtlich müde sind und zwei dort halb liegen.“ Erstens, es heißt gar nicht, dass die, die liegen, deshalb uninteressiert sind und wer das Kinn abstützt, heißt ja noch lange nicht, dass er deshalb nicht interessiert ist. Vielleicht ist er hoch interessiert, aber lächelt halt nicht vor lauter Interesse. Also, ich kann es falsch interpretieren. Zweitens, ich kann es auf mich interpretieren. „Vielleicht hat er abends mit der Familie gesprochen und hat einen berechtigten Grund, an was anderes zu denken, als jetzt an die Meditation.“ Und auch, ich muss nicht alles verändern. Es liegt nicht an mir und es ist nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass jeder einzelne ohne Ausnahme in dem Vortrag hundertprozentig bei der Sache ist. Ich habe zusätzliche Informationen und kann schauen, wie ich damit umgehe. Weder muss ich alles auf mich beziehen, noch ist es meine Aufgabe, auf alle Informationen zu reagieren. Und das hilft meistens den Menschen, die ein feinstofflicheres Wahrnehmungsvermögen haben. Drei Dinge also. Erstens, man sollte die Informationen, die man über das feinstofflichere Wahrnehmungsvermögen hat, auch nicht überbewerten und nicht sicher sein, dass man sie richtig bewertet. Man spürt etwas, aber das heißt noch lange nicht, wenn man jetzt fühlt, irgendwo man fühlt sich komisch in der Gegenwart des anderen, weder heißt es, dass der andere schlechter Stimmung ist, noch, dass ich ihn nicht mag, es heißt nur, da ist irgendein anderes feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen und es könnte sein, dass dem so und so ist. Klugerweise, wenn man darauf reagieren will, sollte man nachfragen. Man kann Gesichtsausdrücke falsch deuten und man kann das feinstoffliche Gespür falsch deuten. Das zweite ist, es hängt nicht alles an einem selbst. Und als drittes, wir müssen nicht darauf reagieren. Das ist nicht ganz so einfach, aber es ist möglich. Ihr habt ja auch in den Nachmittagsvorträgen gelernt, jemandem zuzulächeln, selbst wenn der abwartend-skeptisch ist. Das ist eine wichtige Übung. Es ist wichtig, fähig zu sein, mitzufühlen mit einem anderen. Es ist aber auch wichtig, fähig zu sein, sich davon zu lösen. Und so kann es schön sein, mehr zu spüren, mehr zu fühlen, aber zu wissen, trotzdem, ich muss darauf nicht reagieren.
Das sind also einige der Astralerfahrungen, über die ich jetzt gesprochen habe. Heute Abend will ich so ein bisschen auch darüber sprechen, eben Astralerfahrung im Sinne von Verlassen des physischen Körpers und Wahrnehmung von Astralwesen. Wenn Teilnehmer solche Erfahrungen machen, dort ist es sehr wichtig, dass man dort verantwortungsbewusst mit umgeht. Darüber sprechen wir dann heute Abend.

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Auditive Astralerfahrung in der Meditation: Unterscheide Anahata Klänge von Tinnitus

Dann kann es sein, Menschen hören Anahataklänge. Also irgendwelche subtilen Geräusche. Da gilt es aufzupassen. Manchmal verwechseln Teilnehmer das mit Tinnitusgeräuschen. Und da ist wichtig, dass man den Unterschied kennt zwischen Anahata und Tinnitus, wobei es auch Überlagerungen gibt. Man kann das an zwei verschiedenen Phänomenen sagen. Anahataklänge sind angenehm, Tinnitusgeräusche sind unangenehm. Also typische Tinnitusgeräusche, die wären z.B. Sägewerkgeräusche oder Dampflokomotive oder, als ob man an einer Autobahn wohnt. Das sind Tinnitusgeräusche. Anahataklänge – das kann z.B. ein Klang sein, der häufig als Tinnitus missgedeutet wird, ein hoher Klang, wie früher die Testbilder. Oder der Klang einer Tambura oder einer Glocke oder einer Flöte. Das sind typische Anahataklänge. Eine zweite Unterscheidung ist, Anahataklänge werden stärker, wenn man entspannt oder sich gut fühlt. Währenddessen Tinnitusgeräusche werden stärker unter Stress und Angst. Natürlich, Menschen können auch beides haben, sowohl Anahata, als auch Tinnitus. Und insgesamt reduziert Meditation die Anfälligkeit für Tinnitus. Es gibt da sogar ein paar Studien, die zeigen, Meditierende leiden weniger unter Tinnitus, wobei das dann in der Forschung kontrovers diskutiert wird. Es scheint so zu sein, dass manche Menschen tatsächlich die Tinnitusgeräusche loswerden, wenn sie Entspannungstechniken machen. Häufiger ist es so, dass diese weiter bleiben, aber man nicht mehr darunter leidet. So ähnlich, man kann ja auch an einer Straße wohnen und nicht daran leiden. Man hört halt die Autos, die gehen vorbei. Und so ähnlich können ja auch Autos innerlich vorbeifahren, man muss deshalb nicht leiden, man nimmt es einfach zu Kenntnis. Und gerade diese Fähigkeit, in der Meditation, Gedanken zu beobachten, Geräusche zu beobachten, ohne daran zu leiden, hilft einem auch, mit einem Tinnitus zu leben und vielleicht sogar Tinnitus als wertvolle Information anzusehen. Wenn nämlich die Tinnitusgeräusche immer stärker werden, wenn man gestresst ist, dann kann man ja sagen, „Danke, lieber Tinnitus, dass du jetzt stärker wirst. Du zeigst mir, dass ich jetzt gerade wieder mehr unter Stress stehe und dass ich mich mehr entspannen soll. Danke, dass du kommst! Andere Menschen merken den Stress erst, wenn Arteriosklerose fortgeschritten ist und Herzinfarkt da ist. Ich habe ein Warnsignal in mir und kann das so gut nutzen.“ Das ist übrigens auch schon eine gute Weise, mit Tinnitus umzugehen und dankbar dafür zu sein, anstatt darunter zu leiden. Eine der Empfehlungen in der Verhaltenstherapie bei Tinnitus. Bei Anahataklängen – manche Menschen können anhand des inneren Klanges spüren oder hören, wie gut die Schwingung im Raum ist und wie sie selbst sich auf andere Menschen einschwingen. Es gibt manche, wenn sie mit einem anderen Menschen sprechen, dann hören sie in den Klang hinein, dann wissen sie, ist jetzt eine Herz-zu-Herz-Kommunikation da oder werden nur Worte ausgetauscht. Und bei manchen ist es so, sie hören einen hohen Klang, wenn sie sprechen, dann wissen sie, „Ah, jetzt ist die Energieverbindung da.“ Oder sie gehen in einen Raum und wenn da eine hohe Schwingung da ist, wissen sie, „Das ist eine schöne Schwingung da, ein hoher Klang und ich kann mich darauf einstimmen.“ Und ein anderer Raum klingt dann eher leer. Da ist kein Klang. Also, Anahataklang kann einem Informationen geben, die man aber auch nicht überbewerten darf. Der Mensch ist kein objektives Wahrnehmungsinstrument. Es hängt auch davon ab, wie wir darauf eingestimmt sind. Man kann auch einen gleichmäßigen Anahataklang haben. Typischerweise wird er aber manchmal stärker und manchmal schwächer, manchmal höher, manchmal weniger hoch, manchmal subtiler, manchmal weniger subtil.

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119. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Visuelle Astralerfahrung in der Meditation

Dann gibt es visuelle Erfahrungen. Also, Menschen sehen Auras. Sie sehen Lichter. Und das ist einfach ein Zeichen, feinstoffliche Wahrnehmung wird aktiv.

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118. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Subtile Wahrnehmungen in der Meditation

Da gibt es visuelle, es gibt auditive und es gibt kinnästhetische feinstoffliche Wahrnehmungen, wir haben die drei Begriffe ja schon mal gehört. Seltener gibt es olfaktorische, also, man riecht etwas oder man schmeckt etwas. Was wäre da ein netter lateinischer Ausdruck? Gustatorisch, man schmeckt etwas. Ich fange mit den letzten beiden an. Es gibt Menschen, die meditieren und dann riechen sie etwas Schönes und wenn dort nicht gerade eine besondere Blume im Raum ist oder Räucherstäbchen oder Duftlampe, kann so was tatsächlich so ein feinstoffliches Phänomen sein, dass Menschen eine schöne Energie wahrnehmen. Und letztlich, wir nehmen ja als Mensch Dinge wahr über fünf Sinne und das gilt nicht nur auf der physischen Welt. Yogis behaupten ja auch, dass die Wahrnehmungssinne nicht im physischen Körper sind, sondern im Astralkörper. Die können sich verbinden mit den physischen Wahrnehmungsorganen und so erleben wir die physische Welt natürlich in fünf Sinnen, aber die können auch direkt in die Astralwelt hineingehen, dann können wir die Astralwelt wahrnehmen über die fünf Sinne. Und es gibt manche Menschen, die können tatsächlich in einem Raum riechen, wie gut die Energie dort ist. Wir kennen es natürlich auch, dass wir auch Rückschlüsse aus dem Körpergeruch von Menschen ziehen. Das läuft ganz unbewusst ab. Es heißt sogar, dass der Geruchsinn der unterbewussteste und der am stärksten wirksamste Sinn ist, ob wir jemanden mögen oder nicht mögen. Und da könnte es sein, dass es nicht nur physisch ist, sondern dass da auch irgendwas Astrales auch dabei ist. Und manche haben dann so einen Geschmack im Mund. Sie meditieren und plötzlich kommt so ein süßlicher Geschmack hinten in der Kehle auf. Das ist einfach ein Zeichen, Meditation wird tiefer und der Sinn manifestiert sich auf eine feine Weise. Da reicht es einfach aus, wenn man das den Menschen so erzählt, mehr braucht man nicht zu sagen, dann freuen sich die Teilnehmer und machen sich keine Sorgen. Denn irgendwo, Menschen haben die großartige Fähigkeit, sich Sorgen zu machen und da gilt es immer als Meditationskursleiter, die Sorgen zu nehmen. Wenn also jemand fragt, „Ist es normal, dass ich in der Meditation immer mal andere Gerüche rieche?“, ist die Antwort, „Ja. Es ist zwar nicht so, dass das jeder hat, aber es gehört zu den verbreiteten Phänomenen, die ein Zeichen sind, dass die Meditation sich vertieft.“

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117. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Astrale Meditations-Erfahrungen

Der nächste Kreis der Erfahrungen, mit denen Teilnehmer manchmal zum Meditationsleiter kommen oder Fragen haben, das ist der ganze Komplex der astralen Erfahrungen. Ihr wisst, Yogis gehen davon aus, dass es nicht nur einen physischen Körper gibt, sondern dass es auch einen Astralkörper gibt, Astralwelten, dass wir Auras haben, die ausstrahlen, dass andere Menschen Auras haben, dass es nicht-verkörperte Wesen gibt, dass es Naturwesen gibt, dass es Menschen gibt, die gestorben sind – gut, ich glaube davon geht jeder aus – aber dass diese weiter existieren in einer feinstofflichen Welt und eben auch, dass man all das auch wahrnehmen kann. Dass es nicht nur Theorien sind und Glaubenssachen, sondern etwas ist, was man erfahren kann und was man auch erfährt. Nicht jeder erfährt alles und manche erreichen die Selbstverwirklichung ohne jemals ein Astralwesen gesehen zu haben. Also, falls jemand solche Phänomene noch nicht gesehen hat, das ist kein Zeichen von mangelndem spirituellen Fortschritt, sondern einfach, dass euer Weg ein etwas anderer ist. Das gilt es nämlich auch zu beachten. Manche Menschen erfahren relativ schnell solche Phänomene und dann gibt es andere im Kurs, die hören das an und denken, „Ich tauge nichts als Meditierender. Ich erlebe gar nichts.“ Die können schon fast die Selbstverwirklichung erreicht haben, denn sie sind liebevoll geworden, ihr Herz hat sich geöffnet, sie fühlen sich verbunden mit anderen Wesen, nur sie sehen halt kein Astralwesen und sie hören auch keinen Gott, der zu einem spricht und ihre Wirbelsäule ist auch noch nie heiß geworden. Und so können wir sagen, Astralerfahrungen können sein.

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116. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Meditation Bücher von indischen Meistern

So viel kann ich dort über spirituelle Praxis nicht sprechen und die Bücher von indischen Meistern sind manchmal etwas extremistisch. Dazu gehört auch der von mir natürlich sehr verehrte Swami Sivananda. Wenn jemand manche Kapitel mancher seiner Bücher liest, die könnte man missverstehen im Westen. Gerade Deutsche, die dann Dinge wörtlich nehmen. Und Swami Sivananda hat das in einem indischen Kontext geschrieben, wo Menschen sehr wohl etwas über Spiritualität wussten. Noch eines. Natürlich angenommen, ihr gebt Meditationswochenenden, wo Teilnehmer sehr viel intensiver meditieren oder ihr gebt Seminare hier im Haus Yoga Vidya, wo die Menschen ja von morgens bis abends mit allen Aspekten des Yoga arbeiten, da sind umfangreichere Transformationen möglich und dann ist es gar nicht so selten, dass man mit einem Teilnehmer, einer Teilnehmerin vielleicht so ein halbstündiges Einzelgespräch führt. Aber wenn ihr auf die gleichen Grundsätze dort achtet, wie ich euch eben gesagt habe, annehmen, loslassen, beobachten, nicht identifizieren, bewusst sein, Meditation reinigt, kann Dinge zum Vorschein bringen, aber nichts, wovor man Angst haben müsste, dann gibt es dort wenig Probleme. Soweit zu den emotionalen Reinigungserfahrungen.

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Vairagya und Meditation

Natürlich, viele Menschen, die meditieren, haben, was man im Yoga sagen würde, Vairagya. Sie merken, das, wonach die meisten Menschen streben, führt eben nicht zu Glück. Das, wonach die meisten Menschen streben, Geld, Sex, dickes Auto, großes Haus, Ruhm, Macht, Lidschatten, Abnehmen, Färbemittel für die Haut, Fettabsaugen, Schauspieler kennen lernen, auch Kind und Beziehung, ist nicht das, was einen ausschließlich und in sich selbst langfristig zufrieden stellt. Alles, was einen Anfang hat, hat ein Ende und letztlich, das, wonach wir wirklich streben, ist nicht in materiellen Dingen zu fassen. Und viele Menschen fühlen sich einfach auf dem falschen Planeten inkarniert, mit den falschen Menschen, wollen so schnell wie möglich davon weg flüchten und da hilft es, eben nicht zu sagen, „Es ist schlecht, dass du so denkst. Du musst anders denken.“, sondern umgekehrt, wertschätzend, „Ja, das ist ein Zeichen, dass in dir eine tiefe spirituelle Verankerung ist. Und vielleicht weil die Umgebung, in der du aufgewachsen bist, nicht diese spirituelle Seite in dir fördert, deshalb fühlst du dich hier so einsam und allein. Aber jetzt hast du ja eine tiefe Verankerung, du hast einen höheren Sinn im Leben und jetzt gilt es zu erkennen, dass du auch ein Karma hast und du daran wächst, wie du den Alltag lebst. Und dann ist es nicht damit getan, einfach abhauen zu wollen, sondern du kannst dich spirituell besser entwickeln, wenn du lernst, deinen Alltag zu transformieren, dein Karma als deine Aufgabe anzusehen.“ Da hat man dann eine gewisse Verantwortung als Kursleiter. Zum Teil kann man das im Kurs machen. Zum Teil gehört das dann dazu, wo man nach dem Kurs ein Gespräch ausmacht, wenn man dort jemanden sieht, der offensichtliche Fluchttendenzen hat und dabei sich selbst in eine psychische Störung hineinbegibt. In manchen Fällen ist es eben auch empfehlenswert, gerade Menschen, die intensiver praktizieren, dass man mit ihnen auch mal einzeln spricht. Und das war durchaus etwas, was ich im Rahmen von mehrwöchigen Meditationskursen gemacht habe, wenn ich dort, eben aus den Feedbacks herausgehört habe, dass dort einer zweimal am Tag eine halbe oder dreiviertel Stunde meditiert, mit dem Menschen wollte ich sprechen. Denn der Theorieteil des Meditationskurses ist ja nur fünfzehn bis zwanzig Minuten.

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Meditation bei Depressiven

Und des Weiteren gilt, jemand, der zu Depressionen neigt und das Hinabstürzen in einen Zustand von Antriebslosigkeit und Verzweiflung, dem würde man raten, konkrete Meditationstechniken können dort helfen und die Eigenschaftsmeditation hat sich durchaus bewährt. Und ich kenne einige Psychotherapeuten, welche die Meditationskursleiterausbildung mitgemacht haben oder auch unsere Yogalehrerausbildung, wo ja auch die Eigenschaftsmeditation häufiger unterrichtet wird, die gesagt haben, diese Eigenschaftsmeditation ist etwas, was sie standardmäßig in ihre Psychotherapie irgendwo einbauen. Kann ja auch tatsächlich als kognitive Verhaltenstherapie mit abgerechnet werden, gehört da ja irgendwo dazu. Tatsächlich werden ja auch in der kognitiven Verhaltenstherapie solche Techniken durchaus eingesetzt. Das kann hilfreich sein. Energiemeditationen können hilfreich sein. Mantrameditationen können hilfreich sein. Und vor allem auch Tratak-Meditation kann hilfreich sein, weil Tratak auch Energie gibt und Licht gibt. Weniger angebracht ist einfach nur dasitzen und einfach nur abwarten, was geschieht. Denn bei Menschen, die zu Depressionen neigen, führt das Abwarten, was geschieht, dazu, dass die Depression geschieht. Das ist jetzt mindestens von dem Standpunkt aus, wie es Swami Vishnu erzählt hat. Ich weiß, es gibt Befürworter der Achtsamkeitsmeditation, die sagen, die funktioniert auch bei psychischen Störungen und dann muss man halt diesbezüglich Genaueres beachten und dann müsste man sich damit etwas genauer beschäftigen. Aber das, was ich sage, von unserer Tradition aus, weiß ich, es funktioniert in jedem Fall.

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Schizophrenie und Meditation

Eine zweite Sache bei psychischen Erkrankungen, hatte ich auch schon gesprochen, wenn jemand neigt zu entweder Schizophrenie oder schon mal Drogen genommen hat und dann zu Flashs neigt, dann würde man eben solche Techniken, die außergewöhnliche Wahrnehmungen begünstigen, nicht so machen. Also, jemanden, der eine Geschichte von Schizophrenie hat, würde man davon abraten, Ausdehnungsmeditation zu üben oder auch bestimmte Formen der Energiemeditation.

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109. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Angenehme Kühle in der Meditation

Es kann auch sein, dass es einem kühl wird. Wer hat das schon mal erlebt? Ich nehme jetzt an, ihr habt nur den Arm gehoben, wenn es euch kühl wird, wenn es im Raum warm ist. Das Kühle wird so interpretiert, die Yogis sprechen von einer Mondenergie, deren Sitz in der Stirn ist und dann kann manchmal so eine angenehme Kühle hinunterfließen und das gilt sogar als ein besonders gutes Zeichen. Das ist eines der Energiephänomene, die zeigen, dass eine gewisse Tiefe der Meditation erreicht wird. Natürlich rein physiologisch, angenommen, der Raum ist kalt und man sitzt ruhig, dann ist es natürlich normal, dass es kühl wird.

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Karma und Karma Yoga Teil 2 Podcast

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Nimm dein Karma, dein Schicksal, an. Lerne durch das was geschieht. Was auch immer kommt, ist dazu da, dass du daran lernst. Teil 2 der Vortragsreihe „Enthusiastisch und verhaftungslos leben“. Mitschnitt eines Yoga Seminars mit Sukadev bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Seminare mit Sukadev Spirituelle Retreats bei Yoga Vidya Yoga und Meditation Seminare Vedanta und […]

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Benutze deinen gesunden Menschenverstand – auch wenn du meditierst

Und das zweite, was es zu beachten gibt, es gibt manche Menschen, die ab dem Moment, wo sie meditieren, alles, was sie im Leben erleben, nur noch auf die Meditation zurückführen. Wenn sie dann eine Grippe bekommen, denken sie, es hängt mit der Meditation zusammen. Wenn sie einen Durchfall kriegen, denken sie, es hängt mit der Meditation zusammen. Sie hatten auch vorher ab und zu mal Grippe gehabt, sie haben auch vorher Durchfall gehabt, sie haben auch vorher ab und zu mal irgendwelche anderen Probleme gehabt und jetzt wird alles der Meditation zugewiesen. Da gilt es einfach nur zu sagen, „Es gibt Phänomene im Leben, die mit der Meditation nichts zu tun haben.“ Es ist eher so, dass die Meditation die Erkältungsanfälligkeit etwas senkt und auch die Durchfallhäufigkeit und die Rückenschmerzhäufigkeit senkt, aber es ist sicherlich nicht so, dass Meditation, auch nicht als Reinigungserfahrung, eine Erkältung hervorruft. Man kann sagen, Erkältung ist auch irgendwo eine Reinigungserfahrung, aber jetzt keine durch Meditation hervorgerufene. Also hier gilt es mehr als Yogalehrer ein bisschen aufzupassen.

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101. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Ebenen der Meditation Reinigungserfahrungen

Zunächst die Reinigungserfahrungen. Auf der Ebene der Reinigungserfahrungen kann man wiederum verschiedene unterscheiden. Es gibt die körperlichen Reinigungserfahrungen, es gibt die energetischen, es gibt die emotionalen und es gibt die mentalen.

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99. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Reinigungserfahrungen in der Meditation

Ich möchte heute Morgen sprechen über verschiedene Reinigungserfahrungen und astrale Erfahrungen, die auftreten können, wenn man regelmäßig meditiert und dabei eben auch Tipps geben, wie man damit umgeht oder wenn ihr Teilnehmer habt, was ihr euren Teilnehmern raten könntet. Den Teilnehmern, die anfangen zu meditieren oder schon eine Weile meditiert haben und bestimmte Erfahrungen machen. Meditation ist ja nicht nur etwas Entspannendes, etwas, was einem hilft, mehr Energie zu bekommen, Zugang zur Kreativität zu bekommen, das natürlich auch, aber Meditation ist eben auch etwas Transformatorisches. In der Meditation wollen wir die Grenzen unserer Identifikationen transzendieren, wir wollen jenseits dessen gehen, was uns bisher bekannt ist und wir wollen das erfahren, was eine höhere Wirklichkeit ist. Und das Schöne ist, nicht nur wollen wir es erfahren, sondern wir können es auch erfahren. Und jeder, der regelmäßig meditiert, wird bestimmte Erfahrungen machen, die anders sind als das normale Alltagsbewusstsein und das ist die Großartigkeit der Meditation. Wir hatten gestern einiges gesprochen über die Hinderniserfahrungen und wie man bestimmte Hindernisse in der Meditation angehen kann, wie man an ihnen wachsen kann, wie man jenseits von ihnen gehen kann und dann gibt es verschiedene Reinigungserfahrungen, astrale Erfahrungen und spirituelle Erfahrungen, die kommen.

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98. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Ahimsa mit sich selbst: Umgang mit Ärger

Nicht, dass ihr mich falsch versteht, Ahimsa gehört zu den notwendigen Eigenschaften eines Yogis. Aber wenn wir den Wunsch haben, das zu tun, dann ist das zunächst mal nichts Schlechtes. Es zeigt einfach, da ist ein Teil in uns, der hat irgendwo gemerkt, da ist vielleicht etwas nicht ganz in Ordnung und der gibt uns also eine Information, „Da müsste ich irgendwas tun.“ Und das, was zu tun ist, kann ja heißen, dass ich mal mit dem Menschen spreche, es kann heißen, dass ich irgendwo mal was anderes ausmache, es kann heißen, dass man auch mal etwas vehementer für seine Sachen eintritt und es kann heißen, dass man weiß, „Aha, Pitta ist wieder übersteuert. Es ist nicht die Schuld des anderen Menschen, es ist nicht meine eigene Schuld, sondern ein Teil meines Geistes will mir mit diesem wunderbaren Phantasiebild nur sagen, Pitta reduzieren, mehr Rohkost essen, noch ein Glas Wasser trinken, Tiefenentspannung, Schlaf wieder etwas erhöhen und den freien Tag nehmen.“ Als Beispiel. Ich muss allerdings zugeben – nicht, dass ihr jetzt falsche Vorstellungen von mir habt – auch wenn ich wahrscheinlich als Pitta klassifiziert werde, ich habe diese Phantasien nicht. Ich habe andere, die ich euch nicht erzählen werde. Keine schlimmen. Oder es gibt Menschen, die haben z.B. Selbstmordphantasien. Wahrscheinlich unter spirituellen Aspiranten häufiger als die Mordphantasien. Ist das was Schlechtes? Sich selbst umzubringen ist etwas Schlechtes. Das sollte man nicht tun. Wir haben unser Karma und es ist besser, wir arbeiten das in diesem Leben ab, als, wir müssen im nächsten Leben noch mal mit der gleichen Schwierigkeit von vorne anfangen. Warum will man sich das antun? Also besser, man arbeitet daran. Aber solche Gedanken zu haben, ist erstmal auch nichts Schlechtes. Ich nehme jetzt extra extreme Beispiele, das hilft euch vielleicht bei anderen. Wenn man diese Phantasien hat und es gibt manche Menschen, die malen die sich immer wunderbar aus. Und dann kann man sagen, „Aha, was heißt das? Vielleicht heißt es einfach, ich brauche ein bisschen Ruhe.“ Und wenn man das so ein bisschen überlegt, „Wann kommen diese Phantasien hoch? Was haben die gemeinsam?“, dann kriegt man vielleicht eine Information und dankt, „Liebes Unterbewusstsein, ich danke dir, dass du mir diese Phantasien gibst. Andere Menschen werden krank. Ich habe diese wunderbaren oder diese komischen Phantasien und kann dann gegensteuern.“ Ist doch besser, als wenn man erst gegensteuert, wenn irgendwo ein Hexenschuss eingetreten ist. Nicht jeder Hexenschuss hat diese Gründe, aber es gibt solche Möglichkeiten. Vielleicht merkt man sogar, dass bestimmte Phantasien immer vor einem Hexenschuss eintreten. Dann kann man ja überlegen, „Aha, wenn die Phantasien kommen, anstatt dass ich dann mich niedermache und sage, „Wieso bin ich so ein schlechter Yogi?“, bin ich dankbar, da kommt diese Information.“ Oder auch, manche Menschen ärgern sich darüber, dass sie sich über sich selbst ärgern. Es ist auch nicht schlecht, wenn man sich über sich selbst ärgert. Warum ist das nicht schlecht? So wachsen wir. Angenommen, wir wären so selbstzufrieden und selbstverliebt und würden in jedem Moment denken, „Aha, ich mache nur Gutes. Ich bin genau der richtige Mensch am richtigen Platz. Meine Eigenschaften sind jederzeit genau die richtigen.“ Wünschenswert oder nicht wünschenswert? Man könnte sagen, als Selbstverwirklichter werden wir wahrscheinlich so sein, nur wir werden nicht mehr sagen, „Oh, wie toll bin ich.“ sondern „Es geschieht.“ Ansonsten können wir dankbar sein, dass wir uns manchmal über uns selbst ärgern und ein bisschen unzufrieden mit uns selbst sind. Das ist wie so ein kleiner innerer Antreiber, um an uns zu arbeiten. Das heißt aber nicht, dass wir dem immer folgen müssen. Wir können dem ja auch sagen, „Ja, danke, dass du gesagt hast, ich sollte mich mehr anstrengen. Weißt du, heute ist es genug.“

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94. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Wie findet man sein Mantra? Teil 3: Aspekt Gottes oder der Persönlichkeit

Und dann wählt man ein Mantra, welches dem entspricht, was man denkt, was man tief im Wesen ist und mit dem man auch zum Höchsten hinkommt. Ein Hauptmantra für die Meditation wählt man jetzt nicht wie ein ausgleichendes, therapeutisches Mantra aus. Wenn jemand z.B. merkt, „Ich bin eigentlich jemand, der viel Ruhe braucht und in die Stille geht und am liebsten allein ist, dann nehme ich doch ein Krishna-Mantra, um mal etwas extravertierter zu werden.“ Das würde man dort nicht nehmen. Man kann zusätzlich zu seinem Hauptmantra auch andere Mantras rezitieren, um eben so eine therapeutische Wirkung zu haben, aber ansonsten nimmt man das Mantra, welches einen tief im Inneren anspricht und man sagt, „Ja, das ist mein hauptsächlicher Gottesbezug.“ Und wenn jemand dann z.B. feststellt, „Mir fällt es besonders leicht, nach innen zu gehen. Ich handle zwar auch im Äußeren…“ und man kann ein sehr aktiver Mensch sein und sehr viel bewirken, aber im Grunde genommen weiß man, „Wenn ich zu Gott kommen will, in der Meditation in der Einsamkeit fällt es man leichtesten. Ich muss mein Karma machen und ich will mich reinigen und ich will anderen helfen und dienen und das öffnet mein Herz. Dann kann ich, wenn ich zur Meditation komme, besonders tief meditieren.“ Oder man hat eben diese Saraswati-Energie, weil man mehr so ein künstlerisches Temperament hat. Man fühlt sich Gott am nächsten, wenn es kreativ aus einem hindurch geht. Oder wenn man was besonders Schönes sieht. Wenn man irgendwo die Schönheit von Gottes Schöpfung wahrnimmt. Das ist alles mehr ein Saraswati-Temperament. Und so findet ihr das ja auch im Kirtan-Heft, unter dem Kapitel „Mantraeinweihung“ oder auch in den Internetseiten, wenn ihr dort unter „Mantras für die Meditation“ auf unserer Internetseite www.yoga-vidya-de das eingebt, dann findet ihr auch die Mantras zusammen mit ihrer Bedeutung, aber das sind eben Auszüge aus dem Kirtanheft hier.

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88. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Löse dich vom Ego – so kommst du von Dharana zu Dhyana

Und je mehr wir gelernt haben, im Alltag uns von unserem Ego zu lösen und nicht alles auf uns als individuelle Person zu beziehen und nicht von Ängsten usw. im Alltag gelenkt zu werden, je mehr uns das gelingt im Alltag, umso leichter fällt es dann, in der Meditation wirklich loszulassen. Das dann nicht das Ego kommt und sagt, „Was passiert jetzt mit mir?“ oder „Ach, jetzt habe ich es erreicht.“, sondern wenn wir dann wirklich loslassen, dann können wir wirklich in Dhyana reinfallen und vielleicht sogar in Samadhi.

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84. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Kundalini Meditation

Und da bietet es sich auch an, das Mantra eben mit KundaliniMeditationstechniken zu verbinden. Einige von euch kennen die Nadi-Harmonisierungsübung. Mindestens alle, die die Meditationskursleiterausbildung mitmachen. Es sind ja jetzt auch ein paar Gäste dabei. Und dort haben wir ja gestern Morgen um 6:00 Uhr diese Technik geübt. Kann man auch eben als Übungsanleitung auf unseren Internetseiten sich hineinführen lassen. Oder man kann es mit der Energiemeditation verbinden, wo ich ja heute so ein bisschen begonnen habe, bevor wir zur kombinierten Mantrameditation gegangen sind.

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81. Folge der Niederschrift von Mitschnitten einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz, Gründer und Leiter von Yoga Vidya..

Karma, Chakra und Guru

Es gibt im spirituellen Leben eine Menge von wichtigen Konzepten. Drei der wichtigen sind Karma – Chakra – Guru . Für diese drei Begriffe gibt es viele Missverständnisse.

Hier sind sie kurz erläutert:

  • Karma ist das Gesetz von Ursache und Wirkung. Karma heißt auch Handlung. Karma heißt insbesondere: Was auch immer auf dich zukommt, hilft dir zu wachsen. Sieh in allen Ereignissen Lektionen, an denen du dich spirituell weiterentwickeln kannst
  • Chakra heißt wörtlich „Rad“. Chakras sind die kreisförmigen Energiezenten im Menschen. Es gibt 7 Haupt-Chakras und zahllose Nebenchakras. Yoga und Meditation wirken nicht nur auf den physischen Körper, sondern auch auf den Feinstoffkörper. Die Wirkung von Yoga und Meditation wird leicht verstehbar, wenn man sich der Chakras bewusst wird. Daher können die Asanas und Pranayamas aus dem Hatha Yoga zwar angepasst werden, sollten aber nicht zu sehr verändert werden von Menschen, die kein Gespür für die Chakras haben
  • Guru ist der spirituelle Lehrer. Guru im weiteren Sinne ist jeder Lehrer. In gewissem Sinn ist jeder Yogalehrer ein Guru. Im engeren Sinn ist ein Guru ein spiritueller Lehrer, der den Schüler anleitet. Es gibt dabei Satgurus, selbstverwirklichte Heilige, und Upagurus, Lehrer, die noch nicht die volle Verwirklichung erreicht haben. Es gibt lebende Gurus, und solche die ihren Körper schon verlassen haben

Karma – Lerne aus dem, was dir geschieht

Karma – Lerne aus dem, was dir geschieht

Das nächste ist Karma. Karma hat verschiedene Bedeutungen, je nach Kontext. In diesem Kontext heißt es, die Ereignisse, die auf uns zukommen, sind dazu da, dass wir daran wachsen. Es ist nicht so, dass die Ereignisse, die auf uns zukommen nur störend sind oder ein ironisches Schicksal oder von bösen Mächten dort auf uns zukommen, sondern die Yogis haben eine rosarote Brille und behaupten, „Alles, was auf mich zukommt, ist irgendwie dazu da, dass ich daran wachse.“ Jemand lobt mich. Warum? Dass ich daran wachse. Jemand tadelt mich. Warum? Dass ich daran wachse. Ich gewinne eine Million Euro in der Lotterie. Warum? Dass ich daran wachse. Jemand beraubt mich und räumt mein Konto aus und ich muss Bankrott erklären. Warum? Dass ich daran wachse. Relativ banal, oder? Nur, Karma beinhaltet jetzt nicht, passives Erdulden im Sinne von Fatalismus. Das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit zu wachsen. Man erduldet alles. Aber dagegen wehren sich die Yogameister seit Jahrhunderten, man kann sogar sagen, seit Jahrtausenden. Denn alles, was spirituell ist, wird irgendwo missverstanden. Und in Indien war oft ein Missverständnis, das heißt dann Fatalismus. Man nimmt alles an und tut wenig. Da hat sich schon Krishna dagegen gewehrt. Und der soll die Bhagavad Gita vor 5300 Jahren irgendwo verkündet haben. Gut, nach westlicher Orientalistik vielleicht vor 3000 Jahren oder so ähnlich, aber es ist jedenfalls schon eine Weile her. Es heißt eher, wir sollen wachsen an dem, was das Schicksal uns an Herausforderungen gibt. Und dann kann es sein, wir bemühen uns um etwas und es geht erstmal schief. Und warum passiert das? Dass wir uns noch mal bemühen. Dann geht es noch mal schief. Warum das? Dass wir uns noch intensiver bemühen. Und dann geht es noch mal schief und dann müssen wir uns noch intensiver bemühen. Es könnte aber auch ein Zeichen sein, dass wir es besser loslassen. Und dann ist natürlich die Frage, was sollen wir machen? Noch mal bemühen oder loslassen? Und hier muss ich euch leider sagen, vereinfachen tut Yoga das Leben nicht. Es gibt ja eine ganze Bhagavad Gita und die werden wir ja heute nicht behandeln, die 18 Kapitel geht. Arjuna stellt Krishna eine simple Frage, „Soll ich jetzt kämpfen oder soll ich mich zurückziehen?“ Der Krishna erzählt 18 Kapitel lang und sagt zum Schluss, „Und jetzt mach, was du willst.“ Was ist das für eine Instruktion? Das ist eine spirituelle Instruktion. Und so macht Yoga unser Leben nicht immer einfacher, es macht uns vor allem nicht unmündig. Ein guter Lehrer wird dem Schüler selten die Entscheidung abnehmen. Es mag auch mal Ausnahmen geben, aber bei den wichtigen Dingen wird er eher Kriterien geben, an Hand derer man entscheiden kann. Die Grundeinstellung ist aber Karma, „Alles was mir widerfährt ist irgendwo dazu da, dass ich daran wachse.“ Und dann kann man sich ja fragen, „Wie kann ich daran wachsen? Was kann ich tun, um daran zu wachsen?“
– Fortsetzung folgt –
7. Teil der Vortragsreihe über Meditation von Sukadev Bretz aus Yoga Vidya Bad Meinberg. Niederschrift von Mitschnitten aus einer Meditation Kursleiter Ausbildung.