Meditation und Sonnengruß

Frage: Kann man den Sonnengruß direkt nach der Meditation üben, oder besser vorher?
Antwort: Eigentlich ist das Sonnengebet eine Aufwärmübung und durch das Sonnengebet wird der Kreislauf in Gang gebracht und dort fließt auch die Energie in die Knie. Natürlich, wenn du andere Übungen als hilfreich empfindest, du hast ja vor der Yogastunde eine Viertelstunde. Für die meisten Menschen ist das jetzt typischerweise weniger ein Problem. Was du aber machen kannst, als kleine Übung, du kannst erst die Beine ausstrecken, du kannst sie ein bisschen hin und her bewegen und was auch dann hilfreich ist, ist so die Hände über die Knie. Könnt ihr gerade alle mal machen. Tut euren Knien jetzt sicherlich auch gut. Also, ein bisschen hin und her, bisschen massieren, vielleicht sogar die Hände über den Knien halten, um sie ein bisschen aufzuwärmen. Was auch eine gute Sache ist, ist die Zehen zu bewegen. Denn indem man die Zehen bewegt, geht die Durchblutung hinunter zu den Waden und damit durch die Knie hindurch. Außerdem fließt dann Prana hinunter zu den Zehen. Was man auch machen kann, ist, dabei die Zehen anzuschauen. Zum einen, ich hatte ja gesagt, es ist gut, Schönheit anzuschauen und Füße sind auch etwas Schönes, aber zum zweiten, da wo der Blick hingeht, geht auch Prana hin. Also, das könnt ihr so ein bisschen machen für die Knie. Wenn das mehr der Rücken ist, gibt es noch eine andere Übung, die man machen kann. Das heißt, man könnte sich auch dann erst so kurz auf den Rücken legen und vorher darauf achten, dass man keine Stifte unter dem Rücken hat und dann kann man so ein bisschen sich nach links und nach rechts bewegen. Könnt ihr auch gerade mal machen. Also jetzt nicht einschlafen, sondern mit den Händen an die Knie, nach links und nach rechts. Dann kann man auch noch vor und zurück gehen, das ist jetzt ein bisschen aktiver noch, gute Massage für die Rückenmuskeln. Und aus der Rückenlage kann man noch eine weitere Übung für die Knie machen. Nämlich die Beine so heben und senken. Dabei die Beine weder ganz durchstrecken, noch zu sehr nach unten kommen lassen. Gerade dann, wenn eben die Beine ein bisschen steif sind. Und wem es so geht, dass eben die Beine steif sind und er merkt, vor dem Sonnengebet braucht er noch was anderes, der kann dann ja diese Übung durchaus für sich machen, bevor er aufsteht. Es hängt jetzt von einem ab. Im Normalfall ist es nicht nötig für die Mehrheit der Menschen. Aber wenn man es als hilfreich empfindet für seine eigene Praxis oder wenn man Teilnehmer hat, die vielleicht nicht so erfahren sind, kann man das machen. Angenommen, ihr habt Teilnehmer, die ihr unterrichtet, da werdet ihr ja typischerweise nicht Meditation vor den Asanas unterrichten, sondern wenn man beides verbindet, werdet ihr ja bei Abendkursen erst die Asanas und dann die Meditation machen. So wie wir es ja auch jetzt haben – gut, da ist noch das Essen dazwischen geschaltet – aber da sind erst die Asanas, bzw. jetzt nicht, weil ihr ja am Nachmittag euch gegenseitig unterrichtet, aber wenn wir hier Nachmittags Kurse haben, dann sind eben erst die Asanas, also Individualgäste haben erst die Asanas und dann anschließend die Meditation.
– Fortsetzung folgt in ein paar Tagen-
5 9. Teil einer Reihe von Vorträgen über Meditation. Mitschnitte aus einer Meditation Kursleiter Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mit  Sukadev Bretz über Meditation.

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